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EDR im Vergleich zu XDR. Worin besteht der Unterschied?

Erkennung und Reaktion am Endpunkt (EDR) und Extended Detection and Response (XDR) sind weniger konkurrierende Sicherheitswerkzeuge als vielmehr verschiedene Stufen auf derselben Reifeskala.
EDR bietet Ihrem Sicherheitsteam einen umfassenden Einblick in einen entscheidenden Bereich Ihrer Umgebung. XDR bietet ihnen einen umfassenden Überblick über zahlreiche Bereiche. Keiner der beiden Ansätze ist grundsätzlich besser; die richtige Wahl hängt von der Komplexität Ihrer Umgebung, dem Reifegrad Ihres Sicherheitsprogramms und den Bedrohungen ab, denen Ihre Organisation am ehesten ausgesetzt ist.
  • EDR schützt Endpunkte; XDR erweitert diesen Schutz auf Ihre gesamte Sicherheitsinfrastruktur.
  • Die richtige Wahl zwischen EDR und XDR hängt von Ihrer Umgebung, Ihrem Reifegrad und Ihrem Bedrohungsprofil ab.
  • KI und schichtübergreifende Transparenz prägen die Zukunft der Erkennungs- und Reaktionstechnologie.

Was EDR und XDR sind und warum der Unterschied von Bedeutung ist

Erkennung und Reaktion am Endpunkt (EDR)
Endpunkte– Laptops, Desktops, Server und mobile Geräte – waren schon immer ein primäres Ziel für Angreifer. Da IT-Umgebungen immer dezentraler werden und Cyberangriffe immer raffinierter werden, hat sich die Angriffsfläche an den Endpunkten erheblich vergrößert. Jeder Fernmitarbeiter, jedes nicht verwaltete Gerät und jede neue SaaS-Anwendung stellen einen potenziellen Angriffspunkt dar.

EDR-Lösungen überwachen und schützen Endpunkte kontinuierlich, erfassen und analysieren Daten, um Bedrohungen zu erkennen, die Incident Response zu unterstützen und die Suche nach Bedrohungen zu ermöglichen, bevor sich der Schaden ausbreitet. Lösungen wie Microsoft Defender for Endpoint bieten Sicherheitsteams die erforderliche Transparenz und den KI-gesteuerten Bedrohungsschutz, den sie benötigen, um komplexe Bedrohungen in ihrer gesamten Geräteflotte zu erkennen und darauf zu reagieren.

Extended Detection and Response (XDR)
Leider bleiben Angriffe auf Endpunkte selten auf den jeweiligen Endpunkt beschränkt. Angreifer bewegen sich zunehmend lateral durch verschiedene Umgebungen: Sie beginnen mit einer Phishing-E-Mail, nutzen eine kompromittierte Identität als Sprungbrett und gelangen schließlich an die Cloudinfrastruktur oder zu sensiblen Datenspeichern. EDR allein kann eine solche Entwicklung auf mehreren Ebenen übersehen, da es nur eine Ebene der Umgebung erfasst.

XDR-Lösungen bauen auf der Grundlage von EDR auf, indem sie den Schutzbereich über Endpunkte hinaus erweitern. Sie aggregieren Signale aus verschiedenen Sicherheitsbereichen – wie Endpunkten, E-Mail, Identitäten, Cloud-Workloads und SaaS-Anwendungen –, um Ihnen ein umfassenderes Bild Ihrer Umgebung zu vermitteln. Microsoft Defender XDR ist ein Beispiel für diesen Ansatz, bei dem Daten über verschiedene Sicherheitsebenen hinweg miteinander verknüpft werden, um Bedrohungen aufzudecken, die andernfalls unbemerkt bleiben würden.

Genauer gesagt ist XDR kein vollständiger Ersatz für EDR. Es handelt sich eher um eine Weiterentwicklung des Konzepts, durch die die Kernfunktionen von EDR auf einen größeren Sicherheitsbereich ausgeweitet werden. Tatsächlich basieren viele XDR-Plattformen auf EDR-Funktionen. Beide Arten von Lösungen erkennen Bedrohungen und reagieren darauf, arbeiten jedoch in sehr unterschiedlichem Umfang. Wenn Sie den Unterschied zwischen EDR und XDR kennen, können Sie eine Sicherheitsstrategie entwickeln, die auf Ihre Umgebung zugeschnitten ist.

EDR im Vergleich zu XDR: Große Schärfentiefe im Vergleich zum Weitwinkelobjektiv

Funktionsweise von EDR
Auf Endpunktebene funktioniert EDR durch die Bereitstellung schlanker Agents direkt auf den Geräten. Diese Agents überwachen kontinuierlich die Systemaktivitäten und erfassen Daten zu Prozessen, Dateiänderungen, Netzwerkverbindungen und dem Verhalten der Benutzer. Wenn etwas verdächtig erscheint, kennzeichnet das System dies zur weiteren Untersuchung oder löst eine automatisierte Reaktion aus, beispielsweise die Isolierung des betroffenen Geräts vom Netzwerk. Sicherheitsteams können dann die forensischen Daten genauer untersuchen, um zu verstehen, was geschehen ist, wie weit sich der Vorfall ausgebreitet hat und wie sich eine Wiederholung verhindern lässt.

Wie XDR funktioniert
XDR nutzt dieselbe Erkennungs- und Reaktionslogik und wendet sie auf Ihren gesamten Sicherheitsstack an. Anstatt sich ausschließlich auf Endpunkttelemetrie zu stützen, erfasst XDR Daten aus mehreren Quellen gleichzeitig. Anschließend werden Daten aus E-Mail-Systemen, Identitätsanbietern, Cloudplattformen und SaaS-Anwendungen zu einheitlichen Warnmeldungen zusammengeführt – wodurch der Aufwand reduziert wird, der mit der Verwaltung separater Tools für verschiedene Bereiche einhergeht.

Während EDR auf einer einzelnen Workstation einen verdächtigen Prozess aufdecken könnte, kann XDR dieses Ereignis mit einer Phishing-E-Mail in Verbindung bringen, die eine Stunde zuvor eingegangen ist, sowie mit einem fehlgeschlagenen Anmeldeversuch von einem ungewöhnlichen Standort aus.

Auf derselben Grundlage aufgebaut, für unterschiedliche Größenordnungen konzipiert

Trotz ihrer unterschiedlichen Anwendungsbereiche basieren EDR und XDR auf denselben Grundprinzipien. Beide Lösungen sind auf vier grundlegende Funktionen ausgelegt:
 
  • Erkennung von Bedrohungen: EDR- und XDR-Lösungen analysieren kontinuierlich Daten, um verdächtige Aktivitäten und bekannte Angriffsmuster zu identifizieren, und verschaffen Sicherheitsteams so den nötigen Überblick, um Bedrohungen abzuwehren, bevor sie eskalieren.
  • Incident Response: Sobald eine Bedrohung bestätigt ist, ermöglichen beide Lösungen eine schnelle Reaktion, um diese einzudämmen und die Verweildauer zu verkürzen, wodurch der potenzielle Schaden für Ihre Organisation minimiert wird.
  • Echtzeitüberwachung: Unabhängig davon, ob es sich um einen einzelnen Endpunkt oder einen gesamten Sicherheitsstack handelt, überwachen sowohl EDR als auch XDR die Systemaktivitäten rund um die Uhr und melden Anomalien sofort, sobald sie auftreten, anstatt erst im Nachhinein.
  • KI und maschinelles Lernen: Beide Lösungen verwenden KI-gestützte Analysen, um Bedrohungen zu erkennen, die regelbasierte Systeme möglicherweise übersehen. Diese Modelle lernen kontinuierlich aus neuen Daten und verbessern so im Laufe der Zeit ihre Erkennungsgenauigkeit.
Das Verständnis dieser gemeinsamen Funktionen verleiht der Debatte um EDR und XDR eine neue Perspektive. Bei der Entscheidung zwischen beiden geht es nicht wirklich darum, dass die eine Lösung über Funktionen verfügt, die der anderen fehlen. Es geht um Umfang, Größenordnung und darum, inwieweit die einzelnen Lösungen den spezifischen Sicherheitsanforderungen Ihrer Organisation entsprechen.

Die vier Dimensionen, die EDR und XDR voneinander unterscheiden

EDR und XDR basieren zwar auf einer gemeinsamen Grundlage, unterscheiden sich in der Praxis jedoch in vier wesentlichen Aspekten:
 
  • Erfassungsbereich: EDR wurde speziell für die Überwachung und den Schutz von Endpunkten entwickelt. XDR erweitert diesen Anwendungsbereich auf weitere Sicherheitsebenen, darunter E-Mail, Identitätsmanagement, Cloudworkloads und Netzwerkinfrastruktur, wodurch es sich besser für Umgebungen eignet, in denen Bedrohungen über mehrere Domänen hinweg auftreten.
  • Datenquellen: EDR nutzt ausschließlich Endpunkttelemetriedaten, sodass Teams umfassende Einblicke in Aktivitäten auf Geräteebene erhalten. XDR erfasst Daten aus Ihrem gesamten Sicherheitsstack und verknüpft Signale aus verschiedenen Quellen zu einer einheitlichen Übersicht, was bei isoliert arbeitenden Werkzeuge nur schwer zu erreichen ist.
  • Automatisierte Antwort: Beide Lösungen unterstützen die Automatisierung, aber die Reichweite ist unterschiedlich. EDR automatisiert Reaktionen auf Endpunkte, beispielsweise die Isolierung eines kompromittierten Geräts. XDR automatisiert Reaktionen über Ihren gesamten Sicherheitsstack hinweg und ermöglicht so koordinierte Maßnahmen in den Bereichen E-Mail, Identitätsmanagement, Cloudanwendungen, SaaS-Anwendungen und Endpunkte gleichzeitig.
  • Skalierbarkeit: XDR ist grundsätzlich für die Skalierung in komplexen Umgebungen mit mehreren Ebenen konzipiert. EDR lässt sich im Endpunktbereich gut skalieren, erfordert jedoch möglicherweise zusätzliche Tools, um Sicherheitsanforderungen zu erfüllen, die über diese Ebene hinausgehen, wenn Ihre Organisation wächst.

Wie lässt sich feststellen, wann EDR ausreicht und XDR erforderlich ist?

Bei der Entscheidung zwischen XDR und EDR geht es nicht darum, das fortschrittlichere Tool auszuwählen. Es geht darum, eine Lösung zu finden, die sowohl der aktuellen Situation Ihrer Organisation als auch deren Zukunftsplänen gerecht wird. Die richtige Antwort hängt von Ihrer Unternehmensgröße, Ihrem Reifegrad im Bereich Sicherheit und der Komplexität Ihrer Sicherheitsrisiken ab.

EDR könnte die richtige Wahl sein, wenn:
 
  • Ihre Sicherheitsprioritäten sich auf den Schutz von Endgeräten konzentrieren.
  • Ihre Umgebung nicht stark über Cloud-Plattformen, Remote-Identitäten oder eine komplexe Netzwerkinfrastruktur verteilt ist.
  • ⁠Sie über ein kleines Sicherheitsteam verfügen, das eher eine gezielte, überschaubare Übersicht benötigt als eine weitläufige, domänenübergreifende Ansicht.
  • ⁠Sie sich noch am Anfang Ihres Weges zur Reife im Bereich Sicherheit befinden und zunächst eine solide Grundlage für die Sicherheit der Endpunkte schaffen möchten, bevor Sie den Anwendungsbereich erweitern.
  • Aufgrund der knappen finanziellen Mittel eine gezielte Lösung der sinnvollere Ansatzpunkt ist.
HDR könnte die richtige Wahl sein, wenn:
 
  • Ihre Umgebung sich über mehrere Sicherheitsdomänen, darunter Cloud-Workloads, E-Mail-Systeme und Remote-Identitäten erstreckt, und Bedrohungen, die sich lateral über diese Domänen hinweg ausbreiten, ein echtes Problem darstellen.
  • ⁠Ihr Sicherheitsteam unter Alarmmüdigkeit aufgrund der Verwaltung zahlreicher Einzelkomponenten leidet und eine einheitliche Plattform benötigt, um Signale miteinander zu verknüpfen und Prioritäten für die Reaktion festzulegen.
  • ⁠Ihre Organisation über die erforderliche Sicherheitsreife und die operativen Kapazitäten verfügt, um domänenübergreifende Transparenz effektiv umzusetzen.
  • Sie automatisierte Antwortfunktionen benötigen, die über den Endpunkt hinausgehen.
Überlegungen zur Implementierung
Unabhängig davon, für welche Variante Sie sich entscheiden, gibt es einige Umsetzungsschritte, die für beide gelten:
 
  • Beziehen Sie wichtige beteiligte Personen frühzeitig mit ein. Eine Sicherheitsstrategie existiert nicht losgelöst von ihrem Umfeld. Um die von Ihnen gewählte Lösung auf die übergeordneten Unternehmensziele abzustimmen, sind Beiträge von Führungskräften aus dem gesamten Unternehmen erforderlich, nicht nur vom Sicherheitsteam.
  • Führen Sie Proof-of-Concept-Tests (POC) aus. Bevor Sie sich entscheiden, helfen POC-Tests dabei, konkrete Lücken in Ihrer Umgebung aufzudecken und zu überprüfen, ob die Lösung diese in der Praxis – und nicht nur auf dem Papier – behebt.
  • Bewerten Sie Ihren vorhandenen Sicherheitsstapel. Wenn Sie verstehen, wie sich EDR oder XDR in Ihre derzeitige Werkzeuglandschaft einfügt, lassen sich Integrationsprobleme vermeiden und Redundanzen oder Lücken in der Abdeckung verhindern.
  • Planen Sie eine die Teamschulung frühzeitig ein. Wenn Sie sich bereits vor der Inbetriebnahme mit einer neuen Plattform vertraut machen, lassen sich Fehler bei der Einführung vermeiden und Ihr Team kann schneller von der Lösung profitieren.
Es ist außerdem erwähnenswert, dass die Entscheidung zwischen EDR und XDR nicht endgültig sein muss. Viele Organisationen beginnen mit EDR, um eine solide Grundlage für die Sicherheit der Endpunkte zu schaffen, und steigen dann auf XDR um, wenn ihre Umgebung komplexer wird und die Bedrohungslage zunimmt. Das ist eine natürliche und gängige Entwicklung, kein Planungsfehler.

Für Organisationen, die bereits über einzelne Werkzeuge hinausdenken und eine einheitliche Cybersicherheitsstrategie anstreben, lässt sich Microsoft Sentinel in Microsoft Defender XDR integrieren, um SIEM- und XDR-Funktionen auf einer einzigen Plattform zu vereinen. Dadurch erhalten Sicherheitsteams einen zentralen Überblick sowie Möglichkeiten zur Untersuchung und Reaktion in ihrer gesamten Umgebung.

EDR und XDR in der Praxis: drei reale Anwendungsszenarien

EDR in der Praxis: Eine Bedrohung eindämmen, bevor sie sich ausbreitet
Ein mittelständisches Finanzdienstleistungsunternehmen mit einem kleinen Sicherheitsteam verzeichnete einen Anstieg von Phishingversuchen, die sich gegen seine Beschäftigten richteten. Nach der Einführung von EDR erhielt das Team einen Echtzeitüberblick über die Aktivitäten der Endpunkte in der gesamten Organisation. Als eine Phishing-E-Mail zum Herunterladen von Schadsoftware auf einem einzelnen Arbeitsplatzrechner führte, meldete die EDR-Lösung fast sofort ungewöhnliches Prozessverhalten. Dem Sicherheitsteam gelang es, das Gerät zu isolieren, den Vorfall zu untersuchen und die Bedrohung einzudämmen, bevor sie sich auf andere Endpunkte ausbreiten oder sensible Finanzdaten erreichen konnte.

XDR in der Praxis: Abwehr eines raffinierten Multi-Domain-Angriffs
Ein weltweit tätiger Einzelhändler, der eine Hybridcoudugebung betreibt, stand vor einer komplexeren Herausforderung. Die Angreifer verschafften sich über ein kompromittiertes E-Mail-Konto Zugang und begannen, sich lateral in Richtung der Cloud-Workloads zu bewegen. Da der Einzelhändler eine XDR-Plattform, darunter Microsoft Defender XDR, eingesetzt hatte, korrelierte die Lösung Signale aus den Bereichen E-Mail, Identitätsmanagement und Cloud gleichzeitig. Als die seitliche Bewegung einsetzte, löste die Plattform eine automatisierte Reaktion aus, die die Bedrohung auf allen betroffenen Oberflächen eindämmte, bevor der Angriff kritische Systeme erreichen konnte.

Wenn EDR und XDR zusammenarbeiten
Eine Organisation im Gesundheitswesen, die eine hybride Umgebung betreibt, wird Opfer eines koordinierten Angriffs. Eine Phishing-E-Mail führt zur Kompromittierung der Anmeldeinformationen einer Beschäftigten, auf einem verbundenen Endpunkt wird Schadsoftware installiert, und der Angreifer beginnt, in der Cloud gespeicherte Patientendaten zu durchsuchen. EDR erkennt und isoliert den kompromittierten Endpunkt, während XDR das Phishing-Signal, die Identitätskompromittierung und die Cloudaktivität zu einem einzigen, einheitlichen Alarm zusammenführt. Zusammen bieten die beiden Lösungen dem Sicherheitsteam einen umfassenden Überblick über den Angriff und die Möglichkeit, gleichzeitig auf allen betroffenen Ebenen zu reagieren. Eine solche koordinierte Abwehr ist besonders wertvoll im Hinblick auf Bedrohungen wie:
  In solchen Szenarien ergänzen sich die umfassende Transparenz der Endpunkte von EDR und die domänenübergreifende Korrelation von XDR gegenseitig und bieten Sicherheitsteams so einen umfassenderen und besser koordinierten Schutz.

Wohin sich die Technologie für Erkennung und Reaktion entwickelt

Die Bedrohungslage entwickelt sich ständig weiter, doch glücklicherweise tun dies auch die Instrumente zu ihrer Bekämpfung. Einige wesentliche Veränderungen bestimmen die künftige Entwicklung der Erkennungs- und Reaktionstechnologien.

KI verändert die Arbeitsweise von Sicherheitsteams
KI und maschinelles Lernen spielen bereits heute eine zentrale Rolle bei der Funktionsweise von EDR und XDR, doch ihre Bedeutung nimmt weiter zu. Sicherheitsteams wenden sich zunehmend von der manuellen Sichtung endloser Alarmlisten ab und setzen stattdessen auf KI-gesteuerte Arbeitsabläufe, die die kritischsten Bedrohungen aufzeigen, Maßnahmen zur Reaktion empfehlen und den Analysten dabei helfen, ihre Aufmerksamkeit auf die wichtigsten Bereiche zu lenken. Die Menschen haben nach wie vor das Sagen, doch dank der KI lässt sich mit demselben Team mehr erreichen.

XDR, SIEM und SOAR wachsen zusammen
Eine der bedeutendsten aktuellen Entwicklungen ist die Konvergenz von XDR mit Funktionen des Security Information and Event Management (SIEM) sowie der Sicherheitsorchestrierung mit automatisierten Reaktionen (SOAR). In der Vergangenheit handelte es sich dabei um separate Werkzeuge, die unterschiedliche Arbeitsabläufe erforderten. Moderne Sicherheitsplattformen vereinen XDR, SIEM und SOAR in einheitlichen Umgebungen, in denen Erkennung, Untersuchung und Reaktion an einem einzigen Ort statt an drei verschiedenen Orten erfolgen. Dies führt zur Entwicklung von KI-gesteuerten Modellen für Security Operations Center (SOC), bei denen automatisierte Erkennung und orchestrierte Reaktion zusammenwirken, um die Zeitspanne zwischen der Identifizierung einer Bedrohung und ihrer Eindämmung zu verkürzen.

Identität und Cloud verändern die Angriffsfläche
Identität und Cloud verändern zudem die Bedrohungslandschaft in einer Weise, die eine schichtübergreifende Transparenz immer wichtiger macht. Da Organisationen ihre Cloudpräsenz ausbauen und die Belegschaft weiterhin im Homeoffice arbeitet, ist die Identitätsverwaltung zu einem der am häufigsten ins Visier genommenen Angriffsvektoren in der heutigen Bedrohungslandschaft geworden. Angreifer müssen nicht mehr die Sicherheitsperimeter überwinden; bereits die Kompromittierung einer einzigen Anmeldeinformation kann ausreichen, um sich quer durch eine gesamte Umgebung zu bewegen. Sicherheitsstrategien, die Identität und Cloud nicht als primäre Angriffsflächen berücksichtigen, weisen erhebliche Lücken in ihrem Schutzumfang auf.

Helfen Sie Ihrem Sicherheitsteam, effizienter zu arbeiten

Die Zukunft der Cybersicherheit liegt in der Integration von Funktionen, und Microsoft Defender XDR wurde genau mit diesem Ziel vor Augen entwickelt. Durch die Verknüpfung von Signalen über Endpunkte, E-Mail, Identitätsdaten und die Cloud hinweg bietet es Sicherheitsteams den umfassenden Überblick, den sie benötigen, um Bedrohungen schneller zu erkennen und darauf zu reagieren, als dies mit der Verwaltung separater Einzellösungen jemals möglich wäre.

cFür Organisationen, die noch einen Schritt weiter gehen möchten, lässt sich Microsoft Defender XDR nahtlos in Microsoft Sentinel integrieren, um XDR- und SIEM-Funktionen in einer einzigen Umgebung zu vereinen. Sicherheitsteams profitieren von einer zentralen Übersicht, KI-gesteuerten Untersuchungen und koordinierten Reaktionen in ihrer gesamten Umgebung. Gemeinsam tragen diese Werkzeuge dazu bei, die Werkzeugflut zu reduzieren und Organisationen dabei zu unterstützen, einer Bedrohungslage, die nicht nachlässt, immer einen Schritt voraus zu sein.

Häufig gestellte Fragen

  • EDR schützt Endpunkte wie Laptops, Server und mobile Geräte, indem es die Aktivitäten überwacht und auf Bedrohungen auf Endpunktebene reagiert. XDR erweitert diesen Bedrohungsschutz auf Ihre gesamte Sicherheitsinfrastruktur – durch die Korrelation von Signalen aus Endpunkten, E-Mail, Identitätsmanagement und der Cloud, um Bedrohungen zu erkennen, die sich über verschiedene Ebenen hinweg ausbreiten. SOAR ergänzt beide Lösungen und automatisiert sowie orchestriert die Reaktionsabläufe, die auf die Erkennung folgen.
  • XDR steht für „Extended Detection and Response“. Es baut auf EDR auf, indem es Bedrohungsdaten aus verschiedenen Sicherheitsbereichen – Endpunkte, E-Mail, Identitäten, Cloudworkloads und Netzwerkinfrastruktur – aggregiert und miteinander verknüpft. Dadurch erhalten Sicherheitsteams einen umfassenderen und einheitlicheren Überblick über ihre Umgebung, als dies mit rein auf Endpunkte ausgerichteten Werkzeuge allein möglich wäre.
  • Keine der beiden Lösungen ist grundsätzlich besser – es hängt von Ihrer Umgebung und Ihrem Sicherheitsreifegrad ab. EDR zeichnet sich durch einen umfassenden, gezielten Schutz an den Endpunkten aus und eignet sich besonders gut für Organisationen, die noch am Anfang ihrer Sicherheitsstrategie stehen. XDR eignet sich besser für komplexe Umgebungen mit mehreren Domänen, in denen sich Bedrohungen quer durch die verschiedenen Ebenen ausbreiten und eine einheitliche Übersicht für eine effektive Erkennung von Bedrohungen und Reaktion unerlässlich ist.
  • EDR überwacht und schützt einzelne Endpunkte, erkennt Bedrohungen auf Geräteebene und reagiert darauf. XDR erweitert diese Funktion auf Ihren gesamten Sicherheitsstack und fasst Signale von Endpunkten, E-Mails, Identitäten und der Cloud zu einheitlichen Warnmeldungen zusammen. SIEM sammelt und analysiert Protokolldaten aus Ihrer gesamten Umgebung, um die Erkennung von Bedrohungen und die Konformität zu unterstützen. Moderne Sicherheitsplattformen vereinen diese drei Komponenten zunehmend in einer einzigen, einheitlichen Umgebung.

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